Auch zum 13. Mal ist es den Organisatoren der überregional bedeutsamen Kulturreihe gelungen, außergewöhnliche und international renommierte
Künstler nach Solingen zu holen.
Die Veranstaltungen beginnen am 5. Mai 2010 mit dem Sebastian Gahler Trio und Gerd Dudek im Museum Baden.
Zum weitern Programm gehören zwei Veranstaltungen im Lichtturm, die Darbietung von Peter Shub im Stadtsaal Wald, sowie die preisgekrönte Produktion der israelischen Gruppe ORTO DA.
Zahlreiche Anmeldungen gibt es zum Bergischen Theaterwettbewerb im Pädagogischen Zentrum der Friedrich-Albert-Lange Schule vom 31. Mai bis zum 2. Juni.
Am 2., 3. und 4. Juli finden die diesjährigen Walder Theatertage mit dem Straßentheaterspektakel rund um den Walder Kirchturm sowie der großen Gala im Stadttheater ihren Höhepunkt und Abschluss.
Das Kunstmuseum der Stadt Solingen ist seit 1996 ein Public Private Partnership - Projekt, denn private und selbsterwirtschaftete Mittel stellen zwei Drittel der Erträge dar. Das Museum trägt noch den Namen des Ehepaares Baden, dessen Stiftung bis 2001 einen Teil der Betriebskosten decken sollte. Zusammen mit den Bildern Georg Meistermanns, der zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der Nachkriegszeit zählt, sind hier die Kunstwerke der Generation der um 1900 geborenen Künstler von besonderem Interesse.
Die Aktion Entartete Kunst und die berüchtigte Ausstellung 1937 in München zerstörten Leben und Ruf vieler Künstler. Durch die Bürgerstiftung für verfemte Künste mit der Sammlung Gerhard Schneider, Solingen konnte der Erhalt und Verbleib einer einmaligen Sammlung der verfolgten Künstler in Deutschland gesichert werden. Zudem wird die Sammlung verbrannte und verbannte Dichter der Stiftung der Else Lasker-Schüler Gesellschaft präsentiert. Der Landschaftsverband Rheinland unterstützt das für beide Sammlungen entstehende Zentrum für verfolgte Künste
Die Sammlungen der verfolgten Künste wurden in Teilen bereits in Lübeck, Freiburg, Quedlinburg, Bayreuth, Breslau, Prag, Tel Aviv, Brüssel und Salzburg gezeigt. Weitere Anfragen aus Salzburg, Bayreuth, Berlin, Prag und Krakau liegen vor.
Neben der Unbekannten Moderne bewahrt das Museum die Kunstsammlung der Stadt Solingen. Friedrich August de Leuw repräsentiert die Düsseldorfer Malerschule, der Solinger Albert Bierstadt war Kopf der Hudson River School und einer der bedeutendsten amerikanischen Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts. Robert Engels stellte mit der Münchener Sezession und der Neuen Münchener Künstlervereinigung aus, bevor er eine Professur in München erhielt.
Das Museum veranstaltet Ausstellungen zur verfemten Kunst, zur jungen Kunst (Bergische Kunstausstellung), Solinger Kunst, Konzerte, Lesungen und Symposien.